Zusammenfassung

Um die Themenstellung der Arbeit hinreichend zu beantworten, wurde ein Literaturstudium und eine empirische Untersuchung an Sporttauchern durchgeführt. An der Untersuchung nahmen 26 weibliche und 84 männliche Sporttaucher teil. Sie wurden mit Hilfe von Ratingskalen zum Grad ihrer physiologischen Erregung und mittels standardisierten Fragebögen zu ihren Kontrollüberzeugungen und zu ihrer Angstverarbeitung befragt.

Unter den Voraussetzungen der kognitiven Angsttheorien geht diese Untersuchung der Frage nach, ob es erfahrenheits- und/oder geschlechtsspezifische Unterschiede in der Einschätzung der physiologischen Erregung und in der Beantwortung von standardisierten Fragebögen zur Angstbewältigung und zu Kontrollüberzeugungen gibt.

Um Angaben über den Grad der physiologischen Erregung zu erhalten, wurden in enger Anlehnung an die Untersuchungen von FENZ & EPSTEIN sowie von KARGE 14 bedeutsame Zeitpunkte festgelegt und anhand von Ratingskalen Angaben über die physiologische Erregung ermittelt. Zusätzlich wurde ein Fragebogen zur Kontrollüberzeugung und ein Copingfragebogen eingesetzt.

Mit den Ergebissen der vorliegenden Untersuchung lassen sich die Theorien von LAZARUS bestätigen, wonach mit der Häufigkeit, mit der man angstinduzierenden Situationen ausgesetzt ist, die Erfahrung steigt, diese Situationen bewerten und bewältigen zu können. Dieser Therorie entsprechen die vorliegenden Ergebnisse über die Abnahme der physiologischen Erregung mit steigendem Erfahrenheitsgrad. Die Geschwindigkeit dieser Abnahme und die Ergebnisse des Copingfragebogens deuten auf die Möglichkeit beim Tauchsport hin, schon während der Ausbildung genügend Erfahrungen sammeln zu können, so daß später vom Tauchen ein nur sehr geringes Angstpotential ausgeht.

Die vorliegenden Resultate bestätigen insgesamt die Annahme, daß isoliert von der physiologischen Betrachtungsweise kognitive Bewältigungsprozesse die Grundlage für die Angstverarbeitung bilden.

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Korrelationsstudien

Es wundert nicht, daß sich in immer größeren Scharen
mehr und mehr Taucher an unseren Seen versammeln

Anhang

Das Wasser übt einen sehr starken Reiz auf unsere Sinne aus.
In ihm haben wir Bewegungsmöglichkeiten und Empfindungen

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