IPC-Fragebogen zu Kontrollüberzeugungen
(locus of control)

Schlagwörter: Lerntheorie Internalität Externalität

Für diesen Kontrollüberzeugungsfragebogen spricht seine kurze Bearbeitungszeit und die Möglichkeit der Testung sowohl von Einzelpersonen als auch von Personengruppen. Durch die standardisierte und schriftlich vorgegebene Instruktion, ist die Objektivität bei der Bearbeitung des IPC-Fragebogens gewährleistet. Das bei der Erklärung enthaltene Beispiel macht es dem Probanden leichter, den Fragebogen auszufüllen und vermeidet somit Unsicherheiten und Rückfragen bei dessen Beantwortung.

Die heutige Art der IPC-Fragebögen beruht auf der sozialen Lerntheorie von ROTTER (1955, 1972) und der aus ihr abgeleiteten sozial-kognitiven Persönlichkeitskonzeption von MISCHEL (1973). Das Konstrukt "locus of control of reinforcement" wurde von ROTTER im Rahmen der Entwicklung der sozialen Lerntheorie konzipiert, die in die Familie der Erwartungswertmodelle eingeordnet werden kann.

"Die soziale Lerntheorie erklärt in ihrer molekularen Form das Potential für ein bestimmtes Verhalten in einer bestimmten Situation durch subjektive Bekräftigungswerte von Handlungsfolgeereignissen und durch subjektive Erwartungswahrscheinlichkeiten, daß eine bestimmte Bekräftigung (ein bestimmtes Ereignis) als Handlungsfolge in der Situation auftritt."

(KARGE, 1993)

Von ROTTER wurde ein Fragebogenverfahren (ROT-IE) entwickelt, das zur personenspezifischen Messung der Kontrollüberzeugung bei Erwachsenen dienen soll.

LEVENSON griff das Konzept auf und schuf auf dessen Grundlage den IPC-Fragebogen zu Kontrollüberzeugungen.

Folgende Aspekte von Kontrollüberzeugungen werden darin unterschieden:

. Internalität, die subjektiv bei der eigenen Person wahrgenommene Kontrolle über das eigene Leben und über Ereignisse und Verstärker in der personenspezifischen Umwelt.

. Externalität, die durch ein subjektives Gefühl der Machtlosigkeit bedingt ist und durch ein Gefühl der sozialen Abhängigkeit von anderen (mächtigeren) Personen geprägt ist ("powerful other external control orientations", LEVENSON 1972).

. Externalität, die durch Fatalismus und Skepsis bedingt ist, also durch die generalisierte Erwartungshaltung, daß die Welt unstrukturiert und ungeordnet sei. Das Leben und Ereignisse in ihm sind von Schicksal, Glück, Pech und Zufall abhängig ("chance control orientation", LEVENSON 1972).
(vgl. KARGE, 1993)

Das Ergebnis sind drei, nach diesen Gesichtspunkten konzipierte und jeweils acht Items beinhaltende Skalen:

) Internalität (I-Skala),

) Externalität, geprägt durch subjektiv erlebte Machtlosigkeit (P-Skala) und

) Externalität, bedingt durch Fatalismus (C-Skala).

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